bernd schuchter: rikolas letzter auftritt

einladung zu lesung & gespräch
bernd schuchter: rikolas letzter auftritt
di, 3.12., 19 uhr

eintritt frei

Wien, 1920: Die Monarchie ist Geschichte, die Erste Republik steht auf unsicheren Beinen, da beschließt der Bankier und dilettierende Schriftsteller Richard Kola, ein Verlagshaus zu gründen nicht irgendeins, sondern das

größte Österreichs. In wenigen Jahren erscheinen hunderte Bücher; renommierte Autoren wie Thomas Mann und Gustav Meyrink lassen sich locken von Kolas Geld, gleichzeitig verachten sie ihn für seine Inflationsgeschäfte und für seine Großspurigkeit. Nach wenigen Jahren ist das Wahnsinnsprojekt auch schon wieder vorbei Millionenverluste und Gerüchte bleiben, die Literatur eher weniger.

Die turbulente Entwicklung des Rikola Verlags nimmt Bernd Schuchter zum Anlass, die Geschichte weiterzuspinnen: Richard Kola wollte Aufmerksamkeit und Erfolg und was hätte sich da eher angeboten als die Veröffentlichung von Adolf Hitlers zweitem Buch? Thomas Manns Felix Krull steht Pate bei dieser Erzählung von Aufstieg und Fall eines Hasardeurs, es ist Rikolas letzter Auftritt. Es ist ein geschickt erzählter Roman um die enthusiastische Liebe zur Literatur, um Skrupellosigkeit und den immer aktuellen Gewinn auf Kosten anderer.

bernd schuchter ist historiker, autor und verleger des limbus verlages in innsbruck. für seine bücher erhielt er zahlreiche preise, sie wurden bisher ins Ukrainische, Polnische, Italienische und Englische übersetzt. Bei Braumüller bisher erschienen: Föhntage (2014), Innsbruck abseits der Pfade (2015), Jacques Callot und die Erfindung des Individuums (2016), Herr Maschine oder vom wunderlichen Leben und Sterben des Julien Offray de La Mettrie (2018) und Der Braumüller Verlag und seine Zeit (2018).

www.berndschuchter.at

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