mario vargas llosa: harte jahre

mario vargas llosa: harte jahre
suhrkamp, 2020
24.70€

auch auf spanisch lagernd: tiempos recios 

der neue roman des nobelpreisträgers hat guatemala im jahr des putsches 1954 zum schauplatz.

harte jahre ist ein vielstimmiges romanepos über macht, verschwörung und verrat – über die fallstricke der geschichte und die dreisten machenschaften imperialer politik. und ein virtuoser literarischer hochseilakt. 

1954 bringt ein militärputsch die árbenz-regierung zu fall, mit freundlicher unterstützung des cia. und zwar vermittels einer dreisten lüge, die als wahrheit durchgeht: us-präsident eisenhower hatte in umlauf gebracht, árbenz billige und unterstütze die ausbreitung des sowjetischen kommunismus auf dem kontinent. eine lüge, die das schicksal ganz lateinamerikas verändern wird.
diese folgenreiche historische episode – die uns schmerzlich an unsere gegenwart erinnert – greift mario vargas llosa auf und erzählt sie lebhaft und packend in ihrer ganzen vielgestaltigkeit. wer gründet welche intrigen? wer sind die profiteure? wer bleibt auf der strecke?
 

mario vargas llosa, geboren 1936 in arequipa/peru, studierte geistes- und rechtswissenschaften in lima und madrid. bereits während seines studiums schrieb er für verschiedene zeitschriften und zeitungen und veröffentlichte erste erzählungen, ehe 1963 sein erster roman die stadt und die hunde erschien. der peruanische romanautor und essayist ist stets als politischer autor aufgetreten und ist damit auch weit über die grenzen perus hinaus sehr erfolgreich. zu seinen wichtigsten werken zählen das grüne haus, das fest des ziegenbocks, tante julia und der schreibkünstler und das böse mädchen.